Lehrreiches zu Klimawandel und Plastikübertöpfen – Bericht zur Frühjahrsversammlung

Lehrreiches zu Klimawandel und Plastikübertöpfen – Bericht zur Frühjahrsversammlung

2. Vorstand Andrea Geisreiter bei der Begrüßung der Mitglieder

Lehrreiches zu Klimawandel und Plastikübertöpfen
Inzeller Garteln erleben informative Frühjahrsversammlung

Reisen bildet, das haben die Mitglieder des Inzeller Gartenbauvereins erst vergangenes Jahr wieder erfahren dürfen. Ihr traditioneller Jahresausflug führte sie diesmal zu einer Biogärtnerei nach Innsbruck, dort konnten sie sich unter anderem über die Umweltverträglichkeit von Plastikübertöpfen informieren. Lehrreichstes Detail: Die Farbe spielt eine wichtige Rolle. Am unökologischsten sind demnach schwarze Blumenüberzieher.
Dass auch die Frühjahrsversammlung der Inzeller Gartler sehr informativ sein kann, zeigte sich vergangenen Freitag im Pfarrsaal St. Michael: Fachberater Markus Breier vom Landratsamt Traunstein referierte, wie sich der Klimawandel auf den Garten auswirkt.
Die Vorteile: Es bleibt dank wärmer Durchschnittstemperaturen mehr Zeit zum Garteln, die ersten Fröste im Herbst lassen künftig meist ein paar Wochen länger auf sich warten. Weintrauben wachsen besser und werden süßer, und es wird sogar in einem Bergdorf wie Inzell auf 700 Metern Höhe möglich sein, Feigenbäume im Freien überwintern zu lassen.
Die Nachteile: Es drohen mehr Unwetter, daher wächst die Notwendigkeit von Hagelschutznetzen. Und es bleibt länger am Stück trocken. Damit Pflanzen auch mit weniger Waser zurechtkommen, müssen sie trainiert werden: Nicht mehr jeden Tag ein bisschen gießen, sondern am besten nur einmal pro Woche. Dadurch bilden sie tiefere Wurzeln und können sich bei Trockenheit länger selbst versorgen. Den Rasen sollte man dagegen weiterhin regelmäßig wässern, aber nicht mehr so kurz schneiden. Dann bekommt auch er längere Wurzeln.
Für die vielen praktischen Tipps bekam der Fachberater viel Applaus von den gut 60 Inzeller Gartlern im Saal. Und die zeigten sich auch mit ihrer Vorstandschaft zufrieden. Der gelang es 2019 zum einen, die Zahl der Mitglieder deutlich um 33 auf 569 zu steigern. Zum anderen war auch im vergangenen Jahr die Kasse in Ordnung: Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 300 Euro. Die Vorstandschaft wurde denn auch einstimmig entlastet.
Bericht: Hans Häuser

Fotos: Regina Brand