Ist Werkzeugpflege eine Frauendomäne? – Frauenüberschuss beim Kurs am 18. Februar 2019

Ist Werkzeugpflege eine Frauendomäne? – Frauenüberschuss beim Kurs am 18. Februar 2019

Auch heuer setzte sich der Trend fort, dass mehr Frauen als Männer am Werkzeugpflegekurs des Gartenbauvereins teilgenommen hatten. Aber eigentlich kein Wunder – hat doch der Gartenbauverein mehr weibliche als männliche Mitglieder. 5 Frauen und 4 Männer brachten Garten- und Baumscheren, Schaufeln, Spaten und Grabgabeln mit um sie in der jetzt noch ruhigen Zeit für die kommende Gartensaison fit zu machen. Baumwart Gottfried Hopf erläuterte die Vorgehensweise. Zuerst die Baumschere in alle Bestandteile zerlegen, von Öl und Schmierfett reinigen und in ein Bad mit heißem Wasser legen, damit sich die Rückstände lösen. Anschließend konnten die Teilnehmer an den vorhandenen Steinen die Messer schleifen. Hier ist es wichtig, Wasser auf die Schleifsteine zu geben, die Messer auf der einen Seite plan aufzulegen und in kreisenden Bewegungen darüber zu führen. Nach einiger Zeit dreht man die Messer um und führt die Klinge entsprechend der Schneidfase in dem bereits vorhandenen Winkel über den Stein. So bringt man eine „gscheite Schneid“ hin. Anschließend bauten die Teilnehmer die Scheren wieder zusammen ohne das Fetten und Ölen der beweglichen Teile wie Feder und Gelenke zu vergessen. Dem Werkzeug mit Holzgriffen kann man mit Leinöl wieder einen Schutz verleihen. Das hilft nicht nur gegen die Witterung, sondern macht die Stiele auch geschmeidig. So liegen sie beim Arbeiten angenehm in der Hand. Spaten sind in erster Linie dazu da, die Grasschicht mit Humus abzustechen. Dazu braucht es beim Blatt eine gewisse Schneide, damit der Spaten leicht in die Humusschicht eindringen kann. Gottfried Hopf zeigte auch hier den Teilnehmern, wie man sich helfen und die Schneide verbessern kann. Nach diesen Arbeiten sind die Teilnehmer bereit für anstehende Tätigkeiten im Garten – ob beim Obstbaumschnitt, Vorbereiten der Beete oder zu gegebener Zeit beim Zuschnitt von Hecken und Sträuchern.

Foto: Waltraud Jahn